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Wie klingt meine Aussprache?

  Tags: Pronunciation | German
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AlOlaf
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 Message 9 of 32
15 December 2012 at 12:22pm | IP Logged 
Oh, nein. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass Du Dir Zeit genommen hast, um meine Aufnahme so sorgfältig zu beurteilen. Das ist genau das, worauf ich gehofft hatte.
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Micha
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 Message 10 of 32
15 December 2012 at 2:51pm | IP Logged 
Ok, gut. Ich habe es mir noch einmal angehört, und mir ist sonst nur aufgefallen, dass das "r" bei dir nicht ganz stimmt. Z.b in "PKW Fahrer" rund 1:10. Es ist wirklich sehr subtil aber es ähnelt dem Spanischen "r" in z.B "pero" mehr als dem deutschen "r".

Du weißt sicher was ich meine.

Alles in allem gilt es aber dennoch zu betonen, dass dein Deutsch vorzüglich klingt. Weiter so.



Edited by Micha on 15 December 2012 at 2:53pm

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fnord
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 Message 11 of 32
16 December 2012 at 12:27am | IP Logged 
0:07, the 'fünf' is not good. Its pronounced very clearly f-ü-n-f, yours is a little lost and sounds like 'fmf'

Stimmt - allerdings sprechen es wohl auch viele Muttersprachler ähnlich wie "fmf" aus, wenn sie schnell oder im
Alltag sprechen. Zum Vorlesen eines Zeitungstexts passt es allerdings nicht.

0:24 beobachtet

Insgesamt fand ich die Aussprache von "beobachtet" sehr gut - gerade auch das "ch", was ein häufiges Problem
englischer Muttersprachler ist. Das mit der Betonung höre ich allerdings auch. Ich würde sagen, dass die
Hauptbetonung auf dem "o", und eine Nebenbetonung auf dem ersten "e" liegen sollte. (falls man engl.
"primary/secondary stress" so übersetzen kann?)


Was mir aufgefallen ist:

1:22 "unserer" und 1:36 "Erklärung" die "r" sind dort nicht so gut
1:30 "Spuren": a) "Sp" wie im Englischen b) "e" beinahe elidiert (zu kurz) - das Phänomen gibt es im Deutschen
tatsächlich oft, dass das "e" elidiert wird. Hier finde ich es allerdings unpassend.

Insgesamt aber sehr, sehr gut. Ich kenne englische Muttersprachler, die schon jahrelang im deutschsprachigen
Raum leben, auch Familie haben, sehr gut deutsch sprechen - aber nicht so eine gute Aussprache. Ich höre auch
keinerlei Verschlechterung oder andere Interferenz, verglichen mit deiner Momo-Sprachprobe.


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AlOlaf
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 Message 12 of 32
16 December 2012 at 3:03am | IP Logged 
@ Micha und fnord:
Ich freue mich sehr, solche wertvolle Beratung zu bekommen! Meine eigene Leistung selbst zu beurteilen traue ich mir nicht zu. Wenn ich die Wahrheit wissen will, bin ich auf Muttersprachler angewiesen. Ich bin aufrichtig dankbar, dass Ihr Euch die Mühe gemacht habt, um mir mit Eurer hilfreichen Kritik weiterzuhelfen.

@Fasulye:
Dein Post hat mich zum Nachdenken gebracht. Meine Sorgen wegen eventueller Beeinträchtigungen in meiner deutschen Aussprache, die durch das Lernen einer neuen Sprache verursacht werden sollten, stellen vielleicht nur eine Ausrede dar, die ich unbewusst verwende, um die Tatsache zu rechtfertigen, dass ich immer noch unfähig bin, unter anderem das deutsche r korrekt auszusprechen.


Edited by AlOlaf on 16 December 2012 at 3:13am

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fnord
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 Message 13 of 32
16 December 2012 at 3:40am | IP Logged 
AlOlaf wrote:
stellen vielleicht nur eine Ausrede dar, die ich unbewusst verwende, um die Tatsache zu
rechtfertigen, dass ich immer noch unfähig bin, unter anderem das deutsche r korrekt auszusprechen.

Von "Unfähigkeit" würde ich keinesfalls sprechen. Ich würde eher sagen, es ist halt noch nicht ganz "consistent"
(mangels besserem deutschem Wort).

Du bist aber auch wirklich kritisch mit dir selbst. Ganz ehrlich: Deine Sprechproben sind ja vorgelesene Texte,
und wir wissen nicht, wie du sprichst, wenn du frei/spontan sprichst... Wenn du dann aber nur annähernd so gut
sprichst, dann sind weitere Verbesserungen deiner Aussprache nicht "nötig" (ausser natürlich, du verdienst dein
Geld mit Sprechen, also bspw. in Film/Fernsehen, als Sprachlehrer oder Spion). Das Streben nach Verbesserung
wird dann eher zu einem "nutzlosen" Hobby.

Das ist nicht negativ gemeint, ich versuche ja auch stetig, meine englische Aussprache zu verbessern.
Ich meine nur, dass man dich nicht besser oder leichter verstehen wird.

Ah ja, einen habe ich noch:

0:32 "unbestätigten": Zu geringer Unterschied zwischen "ä" und "e". Das ä tont sehr ähnlich wie das "e".
"Unbestetigt" sagen auch viele Muttersprachler, gerade in freier Rede. Bei einem gelesenen formellen Text
(wie deinem) und - nicht zuletzt - zur Übung würde ich den Unterschied aber deutlicher machen.
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Fasulye
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 Message 14 of 32
16 December 2012 at 11:38am | IP Logged 
AlOlaf wrote:
Meine Sorgen wegen eventueller Beeinträchtigungen in meiner deutschen Aussprache, die durch das Lernen einer neuen Sprache verursacht werden sollten, stellen vielleicht nur eine Ausrede dar, die ich unbewusst verwende, um die Tatsache zu rechtfertigen, dass ich immer noch unfähig bin, unter anderem das deutsche r korrekt auszusprechen.


Das deutsche "r" und das dänische "r" werden gleich ausgesprochen, man hört es ganz schwach, völlig im Gegensatz zum US-amerikanischen "r". Und darin liegt natürlich die Schwierigkeit für dich. Aber, wenn du das deutsche "r" richtig aussprechen kannst, dann hast du damit gleich das dänische "r" schon gelernt. Dann hast du sprichwörtlich "zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen".

Fasulye



Edited by Fasulye on 16 December 2012 at 11:40am

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daegga
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 Message 15 of 32
16 December 2012 at 2:54pm | IP Logged 
Ich finde, hier wird zu sehr auf Details herumgeritten, die zwar vielleicht nicht 100%ig Standarddeutsch sind, viele Muttersprachler aber trotzdem so aussprechen. Müssen denn Ausländer wirklich wie professionelle Sprecher des Deutschen sprechen? Kaum jemand spricht perfektes Standarddeutsch.

fünf vs. fümf --> sollte beides standarddeutsch sein, ist eine typische Assimilation
e vs. ä --> die zwei Laute werden eigentlich nur in einigen wenigen Regionen unterschieden, zB in Bayern, in vielen Regionen werden sie jedoch (fast) gleich ausgesprochen
r --> kann im Standarddeutschen sowohl uvular als auch alveolar ausgesprochen werden, wobei das uvulare r am neutralsten klingt; ich denke nicht, dass AlOlafs r überaus amerikanisch klingt, ich denke ich habe ein ähnliches r in manchen Regionen in Mitteldeutschland gehört



Edited by daegga on 16 December 2012 at 2:55pm

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AlOlaf
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 Message 16 of 32
16 December 2012 at 10:28pm | IP Logged 
Ich möchte meine deutsche Aussprache bestmöglich trainieren, um an Gesprächen teilnehmen zu können. In solchen Situationen, in denen ich Ausdrücke schnell und spontan formulieren muss, habe ich bemerkt, dass sich meine Aussprache verschlechtert, es sei denn, ich habe die Wörter intensiv genug geübt, um sie “automatisch” richtig aussprechen zu können. Wenn ich Fehler beim Vorlesen mache, wobei ich mich voll auf meine Aussprache konzentrieren kann, weiß ich ganz genau, dass diese während eines Gesprächs wohl umso deutlicher vorkommen würden.

Ich weiß, dass ich nie wie ein Muttersprachler klingen werde und sehe das Vorlesen lediglich als Vorbereitung auf die nächste Gesprächsmöglichkeit, wo auch immer das sein mag.

Noch etwas fällt mir ein. Als ich zum ersten Mal in Deutschland war, habe ich in einem Laden in Schwarzwald eine Angestellte gefragt, ob ich dort Milch kaufen könnte. “Meelsh?” nachäffte sie schreiend meine offenbar schreckliche Aussprache. “Meelsh?” schrie sie noch einmal, sogar lauter, sodass alle Anwesenden hören konnten. “Nein!”

Das kränkte mich zutiefst. Vielleicht überkompensiere ich noch ein wenig.



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