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Die Deutschen sollten Französisch lernen

 Language Learning Forum : Deutsch Post Reply
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Ogrim
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 Message 1 of 14
21 January 2013 at 4:32pm | IP Logged 
Ich habe diesen Artikel im Spiegel gelesen und es kommt mir sehr interessant vor, dass die Kanzlerin offiziell empfiehlt, die französische Sprache zu lernen.

In dem Artikel heißt es auch dass, „in Deutschland lernen weniger als drei von zehn Schülern Französisch in der Schule. Im Jahr 2010 lag der Anteil bei 27,3 Prozent, EU-weit sogar nur bei 23,2 Prozent. Die erste Fremdsprache ist in der Regel Englisch. Bei der zweiten Sprache entscheiden sich deutsche Schüler oft gegen Französisch. Sie pauken stattdessen Latein, Spanisch, Russisch oder Chinesisch.“

Meint das, dass mehr als 27,3 Prozent von den Schülern z.B. Russisch lernen, oder meint es, dass die vier genannten Sprachen insgesamt mehrere Studenten haben als Französisch? Ich habe den Link zu du.statiste gefolgt, aber ich habe nicht mehr Information darüber gefunden.

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geoffw
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 Message 2 of 14
21 January 2013 at 7:01pm | IP Logged 
Ich sehe nichts dass ein Verhältnis zwischen die Statistiken für Französisch und die für anderen Fremdsprachen
(außer Englisch) beweist. Es sagt nur, dass viele Studenten Latein, Spanisch, usw. statt Französisch studieren.
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Sunja
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 Message 3 of 14
21 January 2013 at 8:43pm | IP Logged 
Ogrim wrote:
Ich habe diesen Artikel im Spiegel gelesen und es kommt mir sehr interessant vor, dass die Kanzlerin offiziell empfiehlt, die französische Sprache zu lernen.


Abgesehen davon, dass Frankreich Hilfe in Mali braucht und Merkel ihre Unterstützung zeigen und Begeisterung für die deutsch-französische Politik wecken will, ;)

gilt Französisch als eine schwere Sprache für viele Schüler und außerdem glauben sie, dass Französisch nicht mehr so stark im Kommen ist wie anderen erwähnten Fremdsprachen. Ich sehe das nicht so, aber das ist der Grund für absinkende Zahlen. Noch ein Grund ist die Schulpolitik, noch ein anderes Thema. Aber diesen Prozentsatz verstehe ich nicht, weil die Fremdsprachwahl Bundesland abhängig ist, oder? Es sieht so aus, als ob Baden Württemburg Französisch lernt. Die drei Bundesländer an der Grenze von Frankreich werden Französisch als Zweitsprache wählen, weil sie demographisch gesehen mehr Umgang mit der französischen Wirtschaft haben.

Edited by Sunja on 21 January 2013 at 9:16pm

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Bao
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 Message 4 of 14
21 January 2013 at 10:55pm | IP Logged 
Der Artikel ist auch nicht sauber geschrieben. Einem deutschen Leser ist wohl klar, dass nicht wenige Schüler nur eine einzige Fremdsprache lernen, und das ist heutzutage Englisch. Je nach Bundesland und Schwerpunkt der Schule gibt es die Möglichkeit, für die Mittlere Reife eine zweite Fremdsprache zu erlernen, für das Abitur ist eine zweite Fremdsprache Pflicht.
Ich würde schätzen dass vielleicht 20% aller Schüler der Sekundarstufe keine zweite Fremdsprache haben.
Abgesehen davon gibt es auch Schüler auf sprachlich-humanistischen Gymnasien, die drei oder sogar vier Fremdsprachen lernen.


(geoffw, 'Student' und 'studieren' sind im Deutschen Begriffe, die nur auf Universitäten und Fachhochschulen angewendet werden.)
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Ogrim
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 Message 5 of 14
22 January 2013 at 10:35am | IP Logged 
Vielen Dank für die Antworten. Ich wusste nicht, dass die Fremdsprachwahl Bundesland abhängig ist, aber ich nehme an, dass jedes Bundesland Statistik über Sprachlernen in der Schule hat.

Ich finde auch, dass der Artikel nicht klar genug ist. Was ich gern wissen möchte, ist der Prozent für jede Fremdsprache, die die deutschen Schüler lernen. Englisch ist ohne Zweifel die erste Fremdsprache, aber wie viele Prozente der Schüler lernen Russisch, wie viele lernen Spanisch usw.

(Man darf nicht hier Politik diskutieren, aber ich muss sagen, dass ich mich nicht vorstellen kann, eine deutsche Kanzlerin heute dasselbe über Spanisch oder Italienisch sägte.)
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Bao
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 Message 6 of 14
22 January 2013 at 10:40pm | IP Logged 
Auch wenn es möglich sein mag, Statistiken zu finden - und ich fand es schon schwierig genug überhaupt die Schulformen dem Angebot an Fremdsprachen zuzuordnen -, dann muss man doch beachten dass das Niveau auf dem eine Fremdsprache unterrichtet wird, sehr unterschiedlich sein kann. Die Deutsch-Französischen Gymnasien in Baden-Württemberg z.B. unterrichten je die Hälfte der Fächer auf Deutsch, die andere auf Französisch. Nach dem Abschluss können diese Schüler problemlos in Frankreich studieren oder arbeiten. Bei den meisten zweiten und zusätzlichen Fremdsprachen kommt es jedoch vor allem auf das persönliche Engagement der Schüler an. Ich weiss nicht, was es bringen soll, wenn man weiss, dass x% aller deutschen Schüler Russisch 'lernen', aber nicht weiss welches Niveau sie erreichen.
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fnord
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 Message 7 of 14
29 January 2013 at 9:53pm | IP Logged 
Und wenn sie das nächste mal den britischen Premierminister oder den russischen Präsidenten trifft, dann wird
Frau Merkel empfehlen, Englisch bzw. Russisch zu lernen.

Ogrim wrote:
Meint das, dass mehr als 27,3 Prozent von den Schülern z.B. Russisch lernen, oder meint es, dass
die vier genannten Sprachen insgesamt mehrere Studenten haben als Französisch?

Ich kenne keine genauen Zahlen, aber ganz sicher ist Französisch die am häufigsten gelernte/gelehrte Sprache an
deutschen Schulen (hinter Englisch, natürlich). Deutlich mehr Schüler lernen Französisch als Spanisch oder
Russisch. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch mehr Schüler Französisch lernen als Spanisch, Russisch,
Chinesisch lernen - möglicherweise auch noch Latein inkludiert.

Die meisten deutschen Schüler lernen aber ohnehin nur eine Fremdsprache (Im Durchschnitt lernt jeder Schüler
nur 1,2 Fremdsprachen).

Ich denke, dass sich die Aussage bzgl. Spanisch, Chinesisch, Russisch und Latein einfach darauf bezieht, dass
diese Sprachen "relativ" viele lernen, obwohl sie in keinem Nachbarland gesprochen werden, d.h., relativ "nutzlos"
sind. Oder umgekehrt formuliert: Dass "relativ" wenige Schüler Französisch lernen, obwohl die politischen,
kulturellen, sozialen und ökonomischen Beziehungen zu Frankreich grösser sein dürften als zu jedem anderen
Nachbarland.

Edited by fnord on 29 January 2013 at 10:00pm

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Fasulye
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 Message 8 of 14
08 February 2013 at 2:46pm | IP Logged 
Ich habe ein interessantes Zeitungsinterview mit den ehemaligen Fachbereichsleiter der Volkshochschule Krefeld gelesen und der bestägt für die Stadt Krefeld (250.000 Einwohner), dass immer weniger Schülerinnen und Schüler an den dortigen Gymnasien und Realschulen Französisch lernen.

An den Realschulen reicht es aus, wenn die Schüler NUR Englisch als Fremdspache lernen, jedoch an den Gymnasien MÜSSEN die Schüler eine zweite Fremdsprache lernen und es kann sein, dass es jetzt immer mehr Alternativen zu Französisch gibt. Das war damals zu meiner Schulzeit in den 70-er Jahren noch nicht so. Wenn die Schüler sich jetzt für Spanisch, Niederländisch, Italienisch oder Russisch entscheiden, dann ist das sicherlich auch sehr sinnvoll und sollte nicht kritisiert werden.

Fasulye

Edited by Fasulye on 08 February 2013 at 2:52pm



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